Kurden brauchen echte Freunde

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Kurden brauchen echte Freunde
Kurden brauchen echte Freunde (Foto: Roland Rasemann)
Schwäbische Zeitung

Mit der Entscheidung, die Ausbildung der kurdischen Streitkräfte, der Peschmerga, durch die Bundeswehr wieder aufzunehmen, setzt die Bundesregierung mehr als nur ein Zeichen. Zwar sind lediglich 100 Soldaten in der Kurden-Hauptstadt Erbil stationiert. Doch tragen diese Ausbilder durch Beratung und Unterstützung der Peschmerga-Offiziere erheblich dazu bei, dass die Sicherheitslage in Kurdistan entspannt bleibt, während im Süden des Irak und der Hauptstadt Bagdad Attentate an der Tagesordnung sind.

Die Kurden fühlen sich durch den Abzug der USA aus Syrien verraten. Gleichzeitig wollen sie im Konflikt zwischen den USA und Iran nicht aufgerieben werden. Daher registrieren und wertschätzen sie sehr genau, welche Freunde ihnen bleiben.

Da Deutschland im Nahen Osten präsent bleiben möchte, ist der Initiative der Bundesregierung, die „Allianz der Willigen“ im Kampf gegen den IS weiterzuführen, Erfolg zu wünschen. Denn alleine, ohne Partner, müsste die Bundeswehr-einheit bald abziehen.

l.moellers@schwaebische.de

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