Kouchner weist Mauschelei-Vorwürfe zurück

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Der französische Außenminister Bernard Kouchner hat Vorwürfe der Mauscheleien mit afrikanischen Diktatoren energisch zurückgewiesen. „Es handelt sich um einen Versuch, mich politisch zu destabilisieren“, sagte er der Zeitung „Le Figaro“.

Ein am Vortag erschienenes Buch, in dem Kouchner heftig angegriffen wird, schlägt in Frankreich derzeit hohe Wellen. „Wird das Buch den Minister stürzen?“, titelte die Zeitschrift „Nouvel Observateur“ (Donnerstag). Kouchner dementierte, dass er öffentliche und private Interessen vermischt habe. Er habe auch kein Geld von afrikanischen Staatsmännern angenommen, betonte er.

Der Journalist Pierre Péan wirft Kouchner in seinem Buch vor, als Berater für das öffentliche Gesundheitswesen in Gabun und in Kongo- Brazzaville Geschäfte gemacht zu haben, während er zugleich im Auftrag der Regierung in Afrika Krankenhauspartnerschaften organisiert habe. „Ich habe innerhalb von drei Jahren monatlich weniger als 6000 Euro nach Abzug der Steuern verdient“, betonte Kouchner. Er sei auf seine Arbeit als Berater stolz, da sie erstmals die Einführung einer Krankenkasse in einem afrikanischen Land zur Folge gehabt habe. Er habe ordnungsgemäß Steuern gezahlt und seine Beratertätigkeit eingestellt, als er das Ministeramt übernommen habe.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen