Kommentar: Corona-Maßnahmen können ohne Vernunft des Einzelnen nicht funktionieren

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Corona-Maßnahmen können ohne Vernunft des Einzelnen nicht funktionieren, kommentiert Chefredakteur Hendrik Groth. (Foto: Lukas Schulze/SZ)
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Wahrscheinlich möchte in der jetzigen Situation niemand mit den politischen Entscheidern tauschen. Deutschland schien das Coronavirus mehr oder minder eingehegt zu haben, nun schnellen die Infektionszahlen in die Höhe.

Bund und Länder haben sich deshalb gemeinsam ohne Ausnahmen auf Vorkehrungen geeinigt, die noch vor kurzem als Alarmismus oder Aktionismus gebrandmarkt worden wären und die den Alltag in den kommenden Wochen prägen werden.

Derzeit stecken sich die meisten in den privaten Haushalten an.

Für die einen sind die harten Maßnahmen genau richtig, für andere viel zu weitgehend. Nach Monaten mit Corona müssen die Menschen argumentativ überzeugt werden.

Die Politik muss Entscheidungen treffen, die alle mittragen. Denn ein solcher Konsens ist notwendig, wenn die Pandemie erfolgreich bekämpft werden soll. Dazu gehören die Kontaktbeschränkungen und die Appelle, Familie und Freunde in den kommenden vier Wochen nicht zu besuchen. Denn unstrittig ist: Derzeit stecken sich die meisten in den privaten Haushalten an.

Für die Hoteliers und Gastronomen hingegen sind die Verbote von touristischen Übernachtungen bitter. Sie haben in den vergangenen Monaten viel in Hygienekonzepte investiert, um im Frühjahr verlorenen Umsatz ansatzweise wieder hereinzuholen.

Gut möglich, dass sie die Gerichte bemühen werden. Jetzt gilt es, staatliches Handeln mit Appellen an die Vernunft jedes Einzelnen übereinzubringen.

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