Kinderporno-Affäre: Tauss verzichtet auf Kandidatur

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Deutsche Presse-Agentur

Der unter Kinderporno-Verdacht stehende SPD- Abgeordnete Jörg Tauss hat seinen Verzicht auf eine weitere Bundestagskandidatur bestätigt und die SPD-Landtagsfraktion scharf kritisiert.

„Aus der SPD-Landtagsfraktion werde ich regelrecht gemobbt“, sagte Tauss am Donnerstag der Online-Ausgabe der „Bild“- Zeitung. Es sollte ihm sogar die Gelegenheit genommen werden, sich zunächst seiner Basis zu erklären. „Mit solchen Leuten im Rücken kann man keinen Bundestagswahlkampf führen“, sagte Tauss.

Der 55-jährige Karlsruher Parlamentarier hatte seine Entscheidung zunächst von einem Treffen der Ortsvereinsvorsitzenden seines Heimatwahlkreises am Donnerstagabend abhängig machen wollen. „Die Belastungen sind zu groß und vor allem die Attacken von außen, leider auch aus den eigenen Reihen, sind zu groß“, erklärte Tauss seine Entscheidung zum Verzicht. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe ermittelt gegen Tauss wegen des Verdachts der Kinderpornografie.

Der Politiker hatte kurz nach dem Fund von Kinderporno-Bildern in seinen Räumen vor drei Wochen bereits sein Amt als medienpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion abgegeben und war als Generalsekretär der Südwest-SPD zurückgetreten. Sein derzeitiges Bundestagsmandat will Tauss nach dpa-Informationen aber behalten.

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