Kassen verstärken Druck auf protestierende Ärzte

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Deutsche Presse-Agentur

Nach einer neuen Protestwelle niedergelassener Ärzte gegen angeblich zu wenig Honorar verstärken die Krankenkassen den Druck auf die Mediziner. Die gesetzliche Krankenversicherung lasse sich nicht erpressen.

Das betonte der Kassen-Spitzenverband anlässlich einer Verwaltungsratssitzung am Mittwoch in Berlin. Wenn Ärzte durch Streiks oder rechtswidrige Geldforderungen an die Versicherten ihre Pflicht verletzten, müssten sie den Entzug ihrer Zulassung fürchten. Dies wäre eine angemessene Antwort auf die „maßlosen Forderungen“.

Tausende Fachärzte in Bayern hatten am Dienstag mit Praxisschließungen und Protestkundgebungen grundlegende Änderungen ihrer Arbeitsbedingungen gefordert. Bayern will eine Initiative im Bundesrat starten, um die seit Jahresbeginn geltende Honorarreform auszusetzen. Die Reform bringt den Ärzten in Ostdeutschland, wo es teils zu wenig Mediziner gibt, Zuwächse. Fachärzte in Bayern, Nord- und Westdeutschland müssen nach eigenen Angaben teils Einbußen hinnehmen.

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