Kanzlerin Merkel mit drittem Zitteranfall in wenigen Wochen - was sie selbst dazu sagt

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Angela Merkel
Bundeskanzlerin Angela Merkel erlitt beim Empfang des finnischen Ministerpräsidenten Antti Rinne erneut einen Zitteranfall. (Foto: Michael Kappeler / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat beim Empfang des finnischen Ministerpräsidenten Antti Rinne mit militärischen Ehren erneut einen Zitteranfall erlitten.

Er ereignete sich wieder während des Abspielens der Nationalhymnen auf dem Podium vor dem Kanzleramt. Merkel zitterte am ganzen Körper. Es ist bereits der dritte solche öffentliche Anfall innerhalb von gut drei Wochen.

Man muss sich keine Sorgen machen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zur erneuten Zitterattacke

Ein Regierungssprecher erklärte lediglich zunächst: „Der Bundeskanzlerin geht es gut, und das Gespräch mit dem finnischen Ministerpräsidenten läuft wie geplant.“ 

In der anschließenden Pressekonferenz erklärte Merkel selbst: „Man muss sich keine Sorgen machen.“ Zweifel an ihrer Arbeitsfähigkeit als Chefin der Bundesregierung wies sie zurück. „Ansonsten bin ich ganz fest davon überzeugt, dass ich gut leistungsfähig bin“, sagte Merkel.

Sie begründete den Anfall damit, dass sie immer noch in der „Verarbeitungsphase“ eines ersten Anfalls vor gut drei Wochen beim Empfang des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sei.

„Die ist offensichtlich noch nicht ganz abgeschlossen, aber es gibt Fortschritte“, sagte Merkel. „Ich glaube, dass es so, wie es gekommen ist, eines Tages auch vergehen wird. Aber es ist noch nicht so weit.“

Mitte Juni hatte Merkel beim Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj heftig gezittert.

Der erste Anfall beim Empfang Selenskyjs Mitte Juni ähnelte dem am Mittwoch stark. Er wurde noch mit der großen Hitze und Wassermangel erklärt. Nur neun Tage später erlitt die Kanzlerin bei der Ernennung der neuen Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue erneut einen solchen Anfall.

In Regierungskreisen wurde dieser Fall dann auf einmal mit der psychologischen der Verarbeitung des ersten erklärt. Merkel sagte dazu auf dem G20-Gipfel in Osaka nur: „Ich bin überzeugt, so wie diese Reaktion aufgetreten ist, so wird sie auch wieder vergehen.“

Die Frage, was hinter den Zittervorfällen stecke und ob sie deswegen einen Arzt konsultiert habe, beantwortete die Kanzlerin damals nicht.

Sie könne die Frage verstehen, sagte sie vor Journalisten am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka. „Ich habe aber nichts Besonderes zu berichten. Sondern mir geht es gut.“

Ob die Kanzlerin in den vergangenen drei Wochen in ärztlicher Behandlung war, ist weiter offen. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer beantwortete die Frage am Mittwoch in der Regierungspressekonferenz trotz mehrfacher Nachfrage nicht. Sie wiederholte immer nur: „Der Kanzlerin geht es gut.“

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