GSG 9 trainiert Wüsteneinsätze gegen Kriminelle

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Deutsche Presse-Agentur

Die Spezialeinheit GSG 9 der Bundespolizei will in der Wüste Einsätze gegen schwerbewaffnete Kriminelle trainieren. Dieses neue Ausbildungsprofil soll nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ schnellstmöglich in das Einsatzkonzept aufgenommen werden.

Da in jüngster Vergangenheit in der Wüstenregion Nordafrikas viele Deutsche Geiseln zum Teil militärisch bewaffneter Entführer wurden, soll sich die Eliteeinheit auf den neuen Tätertyp und das bislang unbekannte Terrain einstellen.

Das Bundesinnenministerium sagte zu dem Bericht nur, man nehme zu operativen und taktischen Details keine Stellung. Dass die GSG 9 bereits in der Vergangenheit bei solchen Einsätzen dabei war, hatte sich im vergangenen Jahr bei einer Geiselbefreiung in Ägypten gezeigt.

Dem Bericht zufolge plant die Bundespolizei, am Standort der GSG 9 in St. Augustin bei Bonn mit dem Aufbau einer Hundertschaft für Auslandseinsätze zu beginnen. Die Einheit soll für kurzfristige Einsätze abkommandiert werden können. Eine solche Truppe sollte laut „Spiegel“ bereits im niedersächsischen Gifhorn entstehen, scheiterte aber mangels Freiwilliger.

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