Fridays for Future: Die Groko verschleppt ihre Klimaschutz-Hausaufgaben

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Ellen Hasenkamp

Stell dir vor, es ist Revolution, und alle finden es toll. Die Lehrer machen begeistert mit, die Kanzlerin schickt ein Lob per Videobotschaft, die Eltern schreiben eine Entschuldigung für ausgefallenen Unterricht. Schlimm eigentlich. Doch ganz so glatt läuft es für die Tausenden Schülerinnen und Schüler, die derzeit für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen, dann doch nicht. Zum Glück. Denn zum Protest gehört das Anecken und auf die Füße treten. Und deswegen ist es für die Sache der jungen Leute durchaus förderlich, wenn darüber gestritten wird, ob zugunsten des Weltklimas wirklich ständig Unterricht ausfallen muss.

Ihr Ziel, Aufmerksamkeit zu erregen, haben die Demonstranten so jedenfalls erreicht. Die Koalition hat auf die Proteste reagiert: mit der Einberufung eines Klimakabinetts. Das ist in etwa so, als ob der Vier-Minus-Schüler vor der alles entscheidenden Klausur erst gründlich seinen Schreibtisch aufräumt – statt sich an die Aufgaben zu setzen.

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