Flugzeugabstürze auf bewohntes Gebiet

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Deutsche Presse-Agentur

Bei Flugzeugabstürzen auf bewohntes Gebiet sind nicht nur viele Passagiere, sondern auch hunderte Bewohner von Ortschaften ums Leben gekommen. Einige verheerende Unfälle:

April 2008: Im Osten Kongos stürzt ein Passagierflugzeug in ein dicht besiedeltes Markt-Gebiet, mindestens 47 Menschen sterben.

Oktober 2007: Ein Transportflugzeug stürzt in ein Wohngebiet der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa. Die Maschine rast durch mehrere Häuser, die in Flammen aufgehen. Mindestens 50 Menschen sterben.

Juli 2007: Bei dem bisher schwersten Flugzeugunglück in der Geschichte Brasiliens kommen in S„o Paulo 199 Menschen ums Leben, davon 12 am Boden. Die Maschine war bei der Landung über die nasse Piste hinausgerutscht und in ein Geschäftsgebäude sowie eine Tankstelle gerast.

Dezember 2005: Kurz nach dem Start stürzt ein Militärflugzeug der iranischen Luftwaffe in ein Teheraner Wohngebiet. Mindestens 12 Bewohner eines zehnstöckigen Hauses und alle 94 Insassen der Maschine kommen ums Leben.

September 2005: Eine indonesische Passagiermaschine stürzt 500 Meter hinter der Startbahn in der Großstadt Medan auf der nördlichen Insel Sumatra auf ein dicht besiedeltes Viertel. Mindestens 45 Menschen am Boden und 99 der 117 Insassen sterben.

Stichwort: Das Turboprop-Regionalflugzeug Bombardier Q400

Die Bombardier Q400 ist ein Turboprop-Regionalflugzeug mit bis zu 78 Sitzplätzen. Der Turboprop-Antrieb ist eine Kombination aus konventionellem Propellerantrieb und Düsenantrieb. Nach Angaben des kanadischen Herstellers wurden bisher weltweit mehr als 200 Exemplare ausgeliefert. Das zweimotorige Flugzeug hat eine Reichweite von bis zu 2500 Kilometern und ist rund 650 Stundenkilometer schnell. Die 32 Meter lange Q400 gilt als sehr leise und umweltfreundlich. Das Q steht für quiet (leise). Die Maschine wurde von de Havilland entwickelt und früher Dash 8 genannt.

Nach einer Pannenserie mit der Q400 erhielt die skandinavische Fluggesellschaft SAS im vergangenen Jahr Schadenersatz von Bombardier. Nach Angaben von SAS zahlte Bombardier einen Betrag von „etwas über eine Milliarde schwedische Kronen“ (106 Millionen Euro). SAS hatte seine Flotte von damals 27 Q400 im Oktober 2007 nach drei Bruchlandungen kurz hintereinander wegen Problemen am Fahrwerk stillgelegt.

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