FDP-Vorstand beschließt „Vorsondierungen“ mit Grünen

Christian Lindner (FDP)
"Ich fühle mich überfordert, jetzt Koalitionsgespräche in einer Fernseh-Live-Sendung anzustrengen."FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner zur Frage, welche Überschneidungen es bei FDP und Grünen gibt. (Foto: Bernd von Jutrczenka / DPA)
Agence France-Presse

Der FDP-Bundesvorstand hat am Montag beschlossen, in einem ersten Schritt „Vorsondierungen“ mit den Grünen über eine mögliche Regierungszusammenarbeit aufzunehmen. Das sagte Parteichef Christian Lindner nach der Vorstandssitzung.

Er und Generalsekretär Volker Wissing seien beauftragt worden, diese Gespräche zu führen. Danach seien die Liberalen offen, Einladungen von CDU/CSU und SPD über weitere Gespräche anzunehmen, „wenn sie denn kommen“.

Es gehe darum, in Gesprächen mit den Grünen zu prüfen, „ob es ein gemeinsames fortschrittliches Zentrum geben kann“. Lindner sagte mit Blick auf die vorhandenen Koalitionsmöglichkeiten, es gebe zwischen Grünen und FDP „die größten inhaltlichen Unterschiede“. Daher mache es Sinn, dass die beiden Parteien zuerst miteinander sprächen.

Grüne und FDP seien aber auch die Parteien, die sich am stärksten gegen den Status quo der großen Koalition„ gewandt hätten. SPD und Union seien “keine Partei des Aufbruchs„.

Die FDP erzielte bei der Bundestagswahl dem vorläufigen Ergebnis zufolge 11,5 Prozent. Damit konnte sie ihr Ergebnis von 2017 etwas verbessern; damals hatte sie 10,7 Prozent erzielt.

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