FDP-Höhenflug rettet bürgerliche Mehrheit

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Deutsche Presse-Agentur

Der Höhenflug der FDP in Wählerumfragen könnte nach einer neuen Umfrage des Instituts GMS bei der Bundestagswahl Ende September einer schwarz-gelben Koalition die Mehrheit retten.

Wählerwanderungen gebe es primär in den politischen Lagern und nicht zwischen ihnen, ergab die Repräsentativumfrage bei 1012 Wahlberechtigten in der Vorwoche, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, würden sich 35 Prozent der Wahlberechtigten für die Union entscheiden. 26 Prozent sprachen sich für die SPD aus, während die FDP mit 16 Prozent ihr bei der GMS bestes Umfrageergebnis erhält. In anderen Umfragen erreichte sie schon bis zu 18 Prozent. Während die Grünen auf 11 Prozent kamen, blieb die Linke mit 9 Prozent kleinste Oppositionspartei. Mit zusammen 3 Prozent spielen die sonstigen Parteien weiterhin keine Rolle.

Im Vergleich zur letzten bundesweiten GMS-Umfrage von Mitte Februar legten die Grünen leicht (+1 Prozent) und die FDP zum wiederholten Male (+2 Prozent) zu. Die Koalitionsparteien mussten hingegen Verluste hinnehmen (Union -2, SPD -1 Prozent). Die Linke stagnierte.

Nach Ansicht von GMS-Geschäftsführer Helmut Jung profitiert die FDP derzeit offenbar besonders von ehemaligen Unionswählern, die den Kurs der Union in der Wirtschaftskrise so nicht mittragen. Auch habe die FDP ihr Umfaller-Image ablegen können und gelte im Vergleich mit anderen Parteien als Partei mit klarer Linie und konsequenter Politik.

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