Faktencheck: Warnung vor falscher Bundesbehörde

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Faktencheck
Deutsche Presse-Agentur
Schwäbische Zeitung

Die Bundesregierung hat in den vergangenen Wochen ein gigantisches Corona-Hilfspaket im Umfang von rund 130 Milliarden Euro geschnürt. Davon sollen auch die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen profitieren. Doch wo es Geld gibt, gibt es auch Betrüger, die die Situation ausnutzen wollen.

HINTERGRUND:

Nun war jüngst im Internet die Homepage eines angeblichen "Bundesamts für Krisenschutz und Wirtschaftshilfe" aufgetaucht, das angab, unter anderem Unternehmen auf ihre Eignung für staatliche Finanzhilfen hin zu untersuchen. Die Seite wurde mittlerweile aus dem Netz genommen, doch das Beispiel dient als Warnung.

Denn perfide war, dass die Seite rein optisch durchaus dem Internet-Auftritt einer Bundesbehörde ähnelte. Als vermeintliche Adresse hatte das angebliche "Bundesamt für Krisenschutz und Wirtschaftshilfe" die Scharnhorststraße 34-37 in Berlin angegeben, den Sitz des Bundeswirtschaftsministeriums.

Zudem war mit einem Bild Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit den Worten zitiert, dass dieses Bundesamt für Krisenschutz und Wirtschaftshilfe "ein wichtiger Pfeiler in der Stabilisierung der deutschen Wirtschaft" sei.

FAKTENLAGE:

Die Bundesregierung warnt Unternehmen vor Betrügern, die sich als Vertreter eines imaginären "Bundesamts für Krisenschutz und Wirtschaftshilfe" ausgeben. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte am 11. Juli auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Ein Unternehmen hat uns darauf aufmerksam gemacht." Dieser Hinweis sei bereits in der Vorwoche eingegangen. In der Sache werde bereits ermittelt.

Die Sprecherin verwies auf eine Warnung vor betrügerischen E-Mails mit Bezug zu Corona-Zuschüssen für Unternehmen, die das Bundeswirtschaftsministerium am 8. Juli online veröffentlicht hatte.

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