ETA zündet Autobombe in Madrid

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Deutsche Presse-Agentur

In der spanischen Hauptstadt Madrid ist am Montag eine Autobombe explodiert. Die Detonation ereignete sich in der Nähe des Messegeländes vor dem Gebäude einer großen Baufirma, wie der Rundfunk berichtete.

Ersten Angaben zufolge wurde niemand verletzt. Kurz vor dem Anschlag war beim Roten Kreuz ein Warnanruf im Namen der baskischen Untergrundorganisation ETA eingegangen. Die Polizei sperrte das Gelände daraufhin weiträumig ab. Der Sprengsatz war in einem Lieferwagen versteckt.

Die ETA hatte erst kürzlich mit neuem Terror gedroht. Stunden vor dem Anschlag hatte Spaniens Oberster Gerichtshof die Teilnahme von zwei ETA-nahen Parteien an den Regionalwahlen im spanischen Baskenland am 1. März verboten. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten Beweise dafür vorgelegt, dass die Wählervereinigung D3M (“Demokratie 3 Millionen„) sowie die Separatisten-Partei Askatasuna (Freiheit) von der seit 2003 verbotenen Baskenpartei Batasuna (Einheit) gesteuert würden, die als politischer Flügel der ETA gilt. Die ETA kämpft seit 1968 für einen unabhängigen Baskenstaat und hat seither bei Attentaten fast 850 Menschen ermordet.

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