Erzieher-Ausbildung muss bezahlt werden

Die Erzieher-Ausbildung muss bezahlt werden, findet Ulrich Mendelin.
Die Erzieher-Ausbildung muss bezahlt werden, findet Ulrich Mendelin. (Foto: Uwe Anspach/Rasemann)
Redakteur

Kindergartenträger suchen nicht erst seit gestern dringend Personal. Doch der Mangel an Fachkräften, unter dem auch andere Branchen leiden, lässt sich nicht so einfach aus der Welt schaffen. Beim Gehalt hat sich einiges getan, und außerdem bringt der Erzieherberuf auch handfeste Vorteile mit sich.

Ein fester Job in Wohnortnähe ist so gut wie sicher. Arbeitgeber, die händeringend nach Fachkräften suchen, sind aus Arbeitnehmersicht gute Verhandlungspartner, zum Beispiel, wenn es um Teilzeitmodelle geht. Solche Vorteile dürfen ruhig stärker beworben werden.

Was bleibt, ist das Problem der Ausbildung. Bei der zahlen angehende Erzieherinnen und Erzieher zu oft noch drauf. Das wirkt abschreckend gerade auf junge Menschen, die nach dem Schulabschluss endlich eigenes Geld verdienen wollen. Es gibt Modelle, bei denen die Tätigkeit ab dem ersten Arbeitstag vergütet wird. Noch sind sie die Ausnahme. Sie müssen zur Regel werden.

u.mendelin@schwaebische.de

Sie arbeiten gerne bei einer Lautstärke, die einem startenden Düsenjet entspricht - bleiben cool, wenn sich ein Kind die Bastelschere in den Oberarm bohrt – und es macht Ihnen nicht aus, wenn Ihnen Helikopter-Eltern im 14. Berufsjahr Ihren Job erklären?
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