Erste deutschsprachige Imam-Schule startet

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Deutsche Presse-Agentur

In der ersten deutschsprachigen privaten Imam-Schule der Bundesrepublik in Berlin beginnt in Kürze der Unterricht. Dort erhalten junge Muslime eine Ausbildung, mit der sie als Religionsgelehrte und Vorbeter zu einer Moscheegemeinde gehen können.

„Wir warten nur noch auf die offizielle Eintragung in das Berliner Schulverzeichnis“, sagt Schulleiter Alexander Weiger. Die Schule startet mit zunächst 32 Studenten in zwei Klassen.

Eine Genehmigung braucht die Privatschule nicht, weil sie keine staatlich anerkannten Abschlüsse anbietet. Aber sie muss der Schulaufsicht den Lehrplan offenlegen, die Qualifikation ihrer Lehrkräfte nachweisen und die gesetzlichen Bildungsziele für Berliner Schulen einhalten. „Ich bin richtig angetan von dem Projekt“, sagt Bezirksbürgermeisterin Christine Emmrich (Linke). „Es sind angenehme Gesprächspartner.“

Bisher erhalten Seelsorger der deutschen Moscheegemeinden ihre Ausbildung überwiegend in Ländern des islamischen Kulturkreises. Der größte türkische Dachverband DITIB etwa holt Imame grundsätzlich aus der Türkei. Zu den Ausnahmen gehört der Verband Islamischer Kulturzentren (VIKZ), der Imame für seine rund 300 Gemeinden aus dem eigenen Nachwuchs selbst ausbildet. Drei Jahre dauert das Studium am Verbandsseminar in Köln, hinzu kommt ein einjähriges Praktikum. An der Universität Münster gibt es eine Ausbildung für islamische Religionslehrer an staatlichen Schulen.

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