Ehemaliger Hertie-School-Präsident Henrik Enderlein ist tot

Henrik Enderlein
Henrik Enderlein ist im Alter von 46 Jahren gestorben. (Foto: Christoph Soeder / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der ehemalige Präsident der Hertie School, Henrik Enderlein, ist tot. Der Wirtschafts- und Politikwissenschaftler starb im Alter von 46 Jahren, wie die private Hochschule in Berlin mitteilte.

Anfang des Jahres hatte sich Enderlein wegen einer Krebserkrankung von der Leitung zurückgezogen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte Enderlein als großartigen Menschen und Europäer, bei dem Leidenschaft und kühle Vernunft zusammengegangen seien. Nach der Finanzmarktkrise 2008 habe er seine Kenntnisse, Ideen und Zugänge zur Politik in Frankreich und Deutschland genutzt, um die Zukunft Europas zu sichern, schrieb Steinmeier in einem Kondolenzschreiben an die Witwe. Enderlein habe Vertrauen durch Aufrichtigkeit geweckt.

Nach seinem Studium der Politik- und Wirtschaftswissenschaften war er unter anderem bei der Europäischen Zentralbank und als Juniorprofessor an der Freien Universität Berlin tätig. Seit 2005 arbeitete er an der Hertie School of Governance. 2018 wurde Enderlein, der Mitglied der SPD war, deren Präsident.

„Professor Enderlein war eine inspirierende und visionäre Führungspersönlichkeit, maßgeblich an der Gründung und Entwicklung der Hertie School beteiligt“, erklärte die Hochschule. SPD-Chef Norbert Walter-Borjans erklärte: „Sein viel zu früher Tod ist ein großer Verlust. Henrik Enderlein hat den ökonomischen Diskurs sehr bereichert.“

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) teilte mit, Enderlein sei „ein Europäer par excellence“ mit ansteckender Überzeugungskraft und analytischem Scharfsinn gewesen. Er habe sich um die deutsch-französische Freundschaft verdient gemacht. Sein viel zu früher Tod reiße eine große Lücke.

© dpa-infocom, dpa:210529-99-786344/7

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