Drei Polizisten in Kalifornien erschossen

Lesedauer: 3 Min
Deutsche Presse-Agentur

Bei der Verfolgung eines schwer bewaffneten Mannes sind in der kalifornischen Stadt Oakland drei Polizisten getötet worden. Zwei Beamte wurden verletzt, einer davon schwebte am Samstagabend (Ortszeit) in Lebensgefahr, berichtete der Radiosender KCBS.

Der 27-jährige Schütze kam im Feuergefecht mit den Beamten selbst ums Leben. Es war eine der blutigsten Polizeischießereien in der Geschichte Kaliforniens, berichtete die „Los Angeles Times“. Gouverneur Arnold Schwarzenegger sprach von einem „tragischen Tag“ für die Gesetzeshüter in dem Westküstenstaat.

Der Schütze war auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen worden. Er war wegen eines bewaffneten Überfalls in Haft und wurde wegen Verletzung seiner Bewährungsauflagen gesucht. Zum Tatzeitpunkt am Samstag hatte er mehrere Waffen bei sich.

Das Blutvergießen hatte am Samstagmittag (Ortszeit) mit einer Verkehrskontrolle begonnen. Nach Polizeiangaben hielten zwei Motorrad-Polizisten einen Verdächtigten in seinem Fahrzeug an. Der Mann sei ausgestiegen und habe das Feuer eröffnet, danach sei er geflüchtet. Einer der Polizisten kam ums Leben, der andere wurde schwer verletzt. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein. Ein anonymer Anrufer teilte den Beamten mit, dass sich der Mann möglicherweise in einem nahen Wohnhaus verbarrikadiert habe.

Ein Sondereinsatzkommando ging in das Haus, wo sich der 27-Jährige in einem Schrank versteckt hielt, berichtete der „San Francisco Chronicle“. Er habe mit einem Gewehr durch die Tür auf die Polizisten geschossen und zwei von ihnen tödlich verletzt. Bei dem Schusswechsel sei er selbst getötet worden.

Die Polizei in Oakland gab das Alter der getöteten Kollegen mit 35 bis 43 Jahren an. Es war der schlimmste Polizistenmord in Kalifornien seit 1970 als vier Autobahnpolizisten nahe Los Angeles im Kugelhagel eines Mannes starben, der zuvor Autofahrer mit Waffen bedroht hatte.

Oakland, eine Nachbarstadt San Franciscos, ist für seine vergleichsweise hohe Kriminalitätsrate bekannt. „Schüsse sind hier nichts ungewöhnliches“, sagte ein 23 Jahre alter Anwohner, der die Schüsse gehört hatte, der „Times“. „Ich fühle mich hier nicht sicher, denn jeder könnte auf einen schießen“, erklärte der Mann.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen