Die Reaktionen auf die Amokfahrt

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Schwerbewaffnete Polizisten sichern die Innenstadt. (Foto: dpa)
Ludger Möllers

Münster wird in vier Wochen Gastgeberstadt des deutschen Katholikentages sein. Über 100.000 Besucher werden in der Stadt erwartet. Das Sicherheitskonzept sei sehr ausgefeilt, sagte Weihbischof Stefan Zekorn im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“ am Samstag. Es sei derzeit nicht absehbar, ob und wenn ja wie sich der Anschlag vom Samstag auf dem Katholikentag und seine Organisation auswirken könnte.

Am Sonntag wird der Deutschlandfunk ab 10:05 Uhr einen seit langem geplanten katholischen Gottesdienst aus dem Dom zu Münster live übertragen. Während dieses Gottesdienstes soll die Einladung zum Katholikentag wiederholt werden. Natürlich werde man auf die schrecklichen Ereignisse vom Samstag eingehen, sagt der Weihbischof Zekorn. Es sei selbstverständlich, der Opfer zu gedenken, für die Familien zu beten und die Kranken in dieses Gebet mit einzuschließen.

Reaktionen aus der Politik

Politiker aller Parteien reagierten unterdessen bestürzt auf den Vorfall. „Die Meldungen, die uns aus Münster erreichen, sind entsetzlich. Wir müssen von einer schweren Gewalttat ausgehen. Meine Gedanken sind in diesen Stunden bei den Opfern und den Angehörigen. Mein tiefes Mitgefühl gilt allen, die einen geliebten Menschen verloren haben und in tiefer Sorge sind. Ich danke allen Ordnungs- und Rettungskräften im Einsatz", so Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte nach den Nachrichten aus Münster:  „Es wird jetzt alles Denkbare zur Aufklärung der Tat und zur Unterstützung der Opfer und ihrer Angehörigen getan. Allen Einsatzkräften vor Ort gilt mein Dank. Ich stehe im ständigen Austausch mit Innenminister Seehofer, Vizekanzler Scholz und Ministerpräsident Laschet.“

 

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