Die neue Regierung: Reden ist jetzt wichtig

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Sabine Lennartz
Sabine Lennartz (Foto: Roland Rasemann)

Nicht nur Ungeduldige wollen langsam hören, was die neue Regierung als Erstes in Angriff nehmen will. Die Klausur in Meseberg soll Aufschluss geben. Doch der Start zu den Gesprächen ist ein weiteres Säbelrasseln von Horst Seehofer in Sachen Zuwanderung und eine kampfesbereite SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles, welche Unions-Minister mahnt und Angela Merkel zum Eingreifen auffordert. Andrea Nahles will in zwei Wochen SPD-Chefin werden, Horst Seehofer im Herbst die CSU bei der Landtagswahl in Bayern gut dastehen lassen. Da fahren zwei Züge aufeinander zu, und es wird in Meseberg darum gehen, die Weichen richtig zu stellen.

Im „Zauberschloss“ – wie Fontane es einst nannte – wird nicht gezaubert, sondern geredet. Es ist nicht Angela Merkel, sondern die neue CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, die erste klare Arbeitsvorgaben gemacht hat. Es kommt bestimmt nicht von ungefähr, dass sie mit der elektronischen Gesundheitskarte und der inneren Sicherheit zwei Themen anspricht, für welche die beiden Minister Horst Seehofer und Jens Spahn zuständig sind.

s.lennartz@schwaebische.de

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