Die meisten Renten bleiben steuerfrei

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Deutsche Presse-Agentur

Die Mehrzahl der rund 20 Millionen Rentner muss auch in Zukunft keine Steuern zahlen, „wenn sie neben ihren Altersbezügen keine anderen größeren Einkünfte haben“. Darauf wies die Bundesregierung hin. Sie reagierte damit auf die Diskussion über die Steuerpflicht von Alterseinkünften.

Tatsächlich unterliegt seit Anfang 2005 ein kontinuierlich wachsender Anteil der Renteneinkünfte der Steuerpflicht. Deshalb sei auch eine Steuererklärung abzugeben. Jedoch müsse nur eine Minderheit der Rentner dann tatsächlich Steuern zahlen. „Senioren mit kleinen und mittleren Renten bleiben steuerfrei.“ So brauchen Neurentner des Jahres 2008 bei Einkünften bis 16 800 Euro pro Person und Jahr keine Steuern bezahlen.

Anders sieht es für jene aus, die neben einer hohen gesetzlichen Rente noch zusätzliche Einkünfte haben, etwa Werkspensionen oder Betriebsrenten, Einnahmen aus Vermietung oder Verpachtung sowie Kapitalvermögen oder Einkünfte eines erwerbstätigen Ehepartners.

Von Oktober an werden bis zum Jahr 2005 zurückreichende „Rentenbezugsmitteilungen“ an die Finanzämter verschickt. Dies kann dazu führen, dass nichtdeklarierte, über der Freibetragsgrenze liegende Einkünfte nachversteuert werden müssen. Auskünfte gibt es unter der kostenlosen Servicetelefon-Nummer 0800 10004800.

Nach einer Umfrage im Auftrag der Gewerkschaften ver.di und NGG glauben 87 Prozent der Wahlberechtigten nicht, dass Menschen mit einem Nettoeinkommen von 1000 Euro oder weniger genug Geld für eine private Altersvorsorge haben. Um eine „würdevolle Absicherung für das Alter“ zu erreichen, müsse im Erwerbsleben ein ordentliches Entgelt erzielt werden. Die beiden Gewerkschaften bekräftigten ihre Forderung nach Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes.

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