Die AfD ist nicht bürgerlich

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Die AfD ist nicht bürgerlich
Die AfD ist nicht bürgerlich
DanielHadrys

Fast ein Viertel der Wähler hat in Thüringen für die AfD gestimmt. Für den Landesverband von Björn Höcke, der laut einem Gerichtsbeschluss gar „Faschist“ genannt werden darf. Mehr muss man zu ihm nicht mehr sagen.

Es dürfte den 17 thüringischen CDU-Funktionären also kaum um die Spielregeln der Demokratie gehen, mit denen sie ihre Forderung untermalen, man müsse mit allen Parteien sprechen. Sie haben vor allem ihre Ex-Wähler im Blick. 36 000 von ihnen verlor die CDU in Thüringen an die Rechten. Mit der Öffnung nach Rechtsaußen wollen sie diese zurückgewinnen.

Dabei ist die AfD schon lange keine Partei unzufriedener Rechtskonservativer mehr. Eine „bürgerliche“ Partei, die für ein solches Bündnis taugen würde, ist sie erst recht nicht. Sie pflegt Kontakte zu den rechtsextremen Identitären und duldet Antisemiten in ihren Reihen. Wenn für die CDU schon Gespräche mit den Linken – die in Thüringen mehr Sozialdemokraten als Marxisten sind – undenkbar erscheinen, dann sollte es jegliche Zusammenarbeit mit der AfD auch sein.

d.hadrys@schwaebische.de

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