Klingt gut,bringt nicht viel
Klingt gut,bringt nicht viel (Foto: Roland Rasemann)
Landes-Korrespondentin

Es klingt gut, ist aber nur eine Zwischenlösung: Wölfe sollen im Notfall rascher erlegt werden können, meldet die Große Koalition aus Berlin. Bislang genehmigten Behörden in Deutschland dreimal einen solchen Abschuss. Von den geplanten Lockerungen profitieren vor allem Länder wie Niedersachsen oder Brandenburg. Dort ziehen Wolfsrudel umher. Im Süden Deutschlands ist es noch nicht so weit. In Bayern leben mehrere Einzeltiere und Paare, in Baden-Württemberg ein einsamer Wolf.

Aber niemand sollte sich täuschen: Die Räuber vermehren sich rasch, auch bei uns werden sich Rudel ansiedeln. Wölfe werden Schafe reißen, Zäune überwinden und Wanderern begegnen. Ein Grund zur Panik mag das nicht sein. Von Natur aus scheuen Wölfe vor Menschen zurück, tödliche Attacken verzeichnen Wissenschaftler seit Jahrzehnten nicht.

Aber der Wolf breitet sich aus, ob man nun einen mehr oder weniger erschießen darf. Es wird weiter Konflikte geben und der Politik stehen weitere emotionale Debatten bevor.

k.korf@schwaebische.de

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