Chinas Regierungschef auf Deutschland-Besuch

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Deutsche Presse-Agentur

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao hat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über ein gemeinsames Vorgehen gegen die Wirtschaftskrise beraten. Die Kanzlerin hatte ihn am Donnerstagmorgen zu einem Frühstück ins Kanzleramt eingeladen.

Dabei wollten sich die Regierungschefs der beiden führenden Exportländer über eine engere Zusammenarbeit in der Wirtschafts- und Handelspolitik abstimmen. Merkel will auch heikle Fragen wie die Menschenrechte und den Umgang Chinas mit Tibet ansprechen. Wen Jiabao wird am Mittag von ihr offiziell mit militärischen Ehren empfangen.

Danach sind weitere Gespräche geplant, an denen auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) und Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) teilnehmen wollen. Geplant ist die Unterzeichnung mehrerer Wirtschaftsverträge. Der Industriekonzern ThyssenKrupp will Technologie der Magnetbahn Transrapid an China abgeben, um so die Verlängerung der Strecke in Shanghai anzuschieben. Die chinesische Firma Sany plant bei Köln den Bau einer Maschinenbaufabrik als größte Wirtschaftsinvestition Chinas in Europa. China und Deutschland wollen auch enger beim Klimaschutz zusammenarbeiten. Dazu ist ebenfalls ein Vertrag geplant.

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