Berlins Finanzsenator Sarrazin geht zur Bundesbank

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Deutsche Presse-Agentur

Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) wechselt zum 1. Mai in den Vorstand der Bundesbank. Berlin und Brandenburg wollen den 64-Jährigen gemeinsam für den Spitzenposten vorschlagen, sagte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD).

Sarrazin war sieben Jahre Finanzsenator in Berlin und verordnete der hoch verschuldeten Hauptstadt einen strengen Sparkurs. Einen Nachfolger nannte Wowereit nicht. Zuletzt wurde der Chef der Bremer Senatskanzlei, Hubert Schulte, für das Amt gehandelt.

Über den Wechsel nach Frankfurt/Main war seit Monaten spekuliert worden. Berlin und Brandenburg haben turnusgemäß das Vorschlagsrecht für den Spitzenposten bei der Bundesbank. Der Posten wird zum 1. Mai frei, weil Hans Reckers ausscheidet. Der 56-Jährige ist seit 2002 zuständig für die Bereiche Personal, Risiko-Controlling, Bargeld sowie institutionelle und regulatorische Finanzmarktfragen.

Sarrazin soll am Donnerstag offiziell im Finanzausschuss des Bundesrates bestätigt werden. Die Länderkammer folgt üblicherweise der Empfehlung der Länder, die das Vorschlagsrecht haben.

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