Berliner Polizei setzt Wohnungsräumung gegen Demonstranten durch

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Proteste gegen Wohnungsräumung in Berlin (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung

Berlin (dpa) - Hunderte Polizisten haben in Berlin-Kreuzberg trotz Protestblockaden die Zwangsräumung einer Mietwohnung durchgesetzt.

Aus Ärger über steigende Mieten versuchten rund 500 Demonstranten am Donnerstagmorgen, die Räumung zu verhindern. Die Polizei sprühte Pfefferspray und nahm etwa 15 Blockierer fest. Nach Angaben einer Polizistin warfen einzelne Randalierer mit Steinen. In Berlin schwelt seit langem eine Debatte über steigende Mieten und die Verdrängung von Bewohnern aus der Innenstadt.

Die Polizei brachte eine Gerichtsvollzieherin am frühen Morgen über ein anderes Haus und Hinterhöfe an den Demonstranten vorbei zu der Wohnung, wie ein Berliner Grünen-Abgeordneter berichtete. Dort übergab ein Mieter den Schlüssel. Die Familie habe die Wohnung aber bereits in den vergangenen Tagen verlassen. Die Polizei setzte zeitweise auch einen Hubschrauber ein.

Bei dem jahrelangen Streit zwischen dem Hausbesitzer und der Familie ging es um Mieterhöhungen, Mietrückstände und zu spät gezahlte Nachforderungen. Nach einigen Verhandlungen hatte ein Gericht die vom Hausbesitzer beantragte Räumung bestätigt.

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