Unterschiedliche Qualität: Worauf man bei Schnelltests achten sollte

 Nicht alle Corona-Schnelltests zeigen gleich zuverlässig eine Infektion an. Dies ergab eine Überprüfung des Paul-Ehrlich-Instit
Nicht alle Corona-Schnelltests zeigen gleich zuverlässig eine Infektion an. Dies ergab eine Überprüfung des Paul-Ehrlich-Instituts. (Foto: Martin Wagner/Imago Images)
Berlin-Korrespondentin

Viele Wochen lang lagen sie weitgehend unbeachtet in den Schubladen, jetzt werden sie wieder regelmäßig herausgeholt: Corona-Schnelltests für den Hausgebrauch. Unkompliziert sind sie, einfach und schnell, wenn es darum geht, eine gewisse Sicherheit in der Corona-Pandemie zu haben.

Allerdings sind sie, wie auch die Schnelltests in Testzentren, nicht 100prozentig zuverlässig. Falsch positive Ergebnisse sind ebenso möglich wie falsch negative. Mehr Gewissheit bringen Schnelltests, wenn sie regelmäßig angewandt werden. Doch für ein eindeutiges Ergebnis braucht es nach wie vor einen PCR-Test, der im Labor ausgewertet wird.

26 Schnelltests fielen bei der Überprüfung durch

Die Antigen-Selbsttests weisen bestimmte Eiweiße des Coronavirus in den Schleimhäuten der Atemwege infizierter Personen. Eines der Probleme dabei ist, dass sie nicht alle gleich gut darin sind, die sogenannten Antigene aufzuspüren.

Das Paul-Ehrlich-Institut, das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, verlangt, dass Schnelltests 75 Prozent der Proben mit hoher Viruslast erkennen müssen.

Diese Vorgabe, die auf die Sensitivität der Tests abzielt, erfüllten allerdings nicht alle der 122 Schnell- und Selbsttests, die vom Paul-Ehrlich-Institut und anderen Einrichtungen überprüft wurden. 26 sind durchgefallen, andere zeigten eine sehr hohe Sensitivität.

Verbraucher können Schnelltests vor dem Kauf mit einer Liste abgleichen

Eine Liste von mehreren hundert Schnelltests ist beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu finden. Sie zeigt an, welche Tests bereits überprüft wurden. Die durchgefallenen Tests wurden gelöscht.

Für den Verbraucher ist die Liste allerdings auch verwirrend – wegen der Namensähnlichkeiten bei Produkten und Herstellern. Wer sich neu mit Tests eindeckt, kann sich jedoch so vorher absichern, dass ein Produkt die Qualitätsvorgaben erfüllt.

Mehr Sicherheit ist im kommenden Jahr zu erwarten. Vom Mai 2022 an müssen Hersteller ihre Produkte extern überprüfen lassen.

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