Bei G7 gelallt: Japans Finanzminister gibt auf

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Deutsche Presse-Agentur

Der japanische Finanzminister Shoichi Nakagawa tritt nach einem peinlichen Auftritt beim G7-Finanzministertreffen in Rom zurück. Das erklärte Nakagawa in Tokio.

Er war in die Schusslinie der Kritik geraten, weil er bei der Pressekonferenz zum Abschluss des Finanzminister- und Notenbanktreffens am Wochenende in Rom gelallt und auf nicht an ihn gerichtete Fragen geantwortet hatte. Außerdem fielen ihm mehrfach die Augen zu. Vorwürfe, er sei betrunken gewesen, hatte er zwar zurückgewiesen, jedoch Fehlverhalten eingeräumt. Schuld seien Schlafmangel und ein Medikament gegen Erkältung gewesen.

Regierungschef Taro Aso hatte ihm am Vortag noch die Stange gehalten. Die Opposition drohte jedoch mit einem Misstrauensantrag im Parlament, sollte Nakagawa nicht zurücktreten. Der Vorfall kommt für Aso zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Seine Zustimmungswerte sind drastisch in den Keller gesackt. Seine regierende liberal- demokratische-Partei LDP muss bei den spätestens im September stattfindenden Unterhauswahlen mit dem Machtverlust rechnen.

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