BDI warnt vor weiteren Konjunkturpaketen

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Deutsche Presse-Agentur

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, hat vor weiteren Konjunkturpaketen gewarnt. „Wir sind ganz eindeutig dafür, klar zu sagen, das Ende dieser Programme ist damit erreicht“, so Keitel am Sonntag im Interview der Woche des Deutschlandfunks.

Daran dürfe auch der Wahlkampf im Superwahljahr nichts ändern. „Wir glauben, dass die Grenze der Verschuldung damit wirklich erreicht ist.“ Zusätzlich müsse eine Schuldenbremse beschlossen werden und früh greifen. Gleichzeitig sprach sich Keitel für eine strukturelle Steuerreform in der neuen Legislaturperiode aus, von der die „Leistungsträger“ profitieren würden.

Keitel betonte, die Unternehmen würden alles tun, um vor allem gut ausgebildete Fachkräfte, aber auch die übrigen Mitarbeiter zu halten. Es müsse gelingen, bis ins dritte oder vierte Quartal 2009 „die Beschäftigung einigermaßen zu sichern, auch dann, wenn die Zahlen nach unten zeigen“. Auch sollten trotz der Wirtschaftskrise wieder ausreichend Ausbildungsplätze angeboten werden. Mindestlöhne seien in der gegenwärtigen Situation allerdings kontraproduktiv, betonte der ehemalige Vorstandschef des Baukonzerns Hochtief.

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