Baby in Hamburg möglicherweise verhungert

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Deutsche Presse-Agentur

Ein neun Monate altes Baby ist in Hamburg möglicherweise verhungert. Die 18-jährige Mutter und ihr Lebensgefährte wurden vorläufig festgenommen, wie ein Polizeisprecher am Mittwochabend berichtete.

Die Mordkommission hat Ermittlungen aufgenommen. Polizei und Feuerwehr waren am Mittwochmittag über den Tod des kleinen Mädchens informiert worden. In der Wohnung trafen die Rettungskräfte auf die junge Mutter des Babys.

„Nach unseren ersten Erkenntnissen hat sich das Kind in einem schlechten Ernährungszustand befunden“, sagte der Sprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft, Wilhelm Möllers. Er bestätigte damit einen Bericht des „Hamburger Abendblatt“ (Donnerstag). Die Zeitung schrieb zudem, das Baby sei dehydriert und vernachlässigt gewesen. Am Körper des Kindes gab es nach Polizeiangaben keine äußeren Anzeichen von Gewalt.

Eine Obduktion der Leiche sollte klären, woran genau das Kind gestorben ist. Das Ergebnis der Untersuchung werde frühestens am (morgigen) Donnerstag erwartet, kündigte Möllers an.

Im Jahr 2005 war in einer Hamburger Hochhauswohnung die siebenjährige Jessica qualvoll verhungert. Die Eltern hatten ihre Tochter monatelang wie eine Gefangene ohne ausreichendes Essen und Trinken in einem verdunkelten Zimmer gehalten. Das völlig verwahrloste Mädchen aß zuletzt Teppichreste und seine eigenen Haare.

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