Böhmer: Ergebnisse der Integrationsstudie dramatisch

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Deutsche Presse-Agentur

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), hat die Ergebnisse der aktuellen Integrationsstudie als dramatisch bezeichnet. Allerdings stammten die Daten aus dem Jahr 2005, betonte Böhmer am Montag im ZDF- „Morgenmagazin“.

„Und das war auch der Hintergrund, weshalb wir gesagt haben: Wir steuern um in der Integrationspolitik.“ Man habe im Nationalen Integrationsplan einen Schwerpunkt auf die Bildung gesetzt. Bis 2012 solle das Bildungsniveau von Kindern aus Zuwandererfamilien mit dem der deutschen Kinder übereinstimmen, so Böhmer. Im Zusammenhang mit einer besseren Integration sprach sie sich gegen eine doppelte Staatsbürgerschaft aus. „Das klärt ja nicht: Wo gehöre ich eigentlich hin.“ Sie wolle, dass möglichst viele Zuwanderer die deutsche Staatsbürgerschaft erwerben.

In Berlin wird heute (Montag) eine Untersuchung des Berlin- Instituts für Bevölkerung und Entwicklung vorgelegt. Wie „Der Spiegel“ vorab berichtete, sind der Studie zufolge Menschen mit türkischen Wurzeln in Deutschland deutlich schlechter integriert als andere Zuwanderergruppen. 30 Prozent der Türken und Türkischstämmigen haben demnach keinen Schulabschluss und nur 14 Prozent das Abitur.

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