Australische Polizei fasst weiteren Feuerteufel

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Deutsche Presse-Agentur

Nach den verheerenden Buschfeuern in Australien hat die Polizei einen weiteren mutmaßlichen Brandstifter festgenommen. Der 38-jährige Mann wurde der gestern dabei beobachtet, wie er in der Nähe des Ortes Myrtleford im Bundesstaat Victoria brennende Zigaretten in trockenes Gras warf.

In Myrtleford waren bei einem Feuer am 7. Februar zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Feuerwehr löschte die Flammen, dem Mann wird Brandstiftung in zwei Fällen vorgeworfen.

Anfang der Woche hatte ein Gericht in Melbourne bereits ein Verfahren gegen einen 39 Jahre alten Ex-Feuerwehrmann eingeleitet, der für einen Brand in seiner Heimatstadt Churchill verantwortlich sein soll. Dort waren 21 Menschen gestorben. Im Mai muss sich das frühere Mitglied der freiwilligen Feuerwehr vor Gericht verantworten.

Insgesamt wurden durch die verheerenden Feuer mindestens 201 Menschen getötet. Die Behörden gehen davon aus, dass die Zahl der Opfer nicht viel mehr ansteigen wird. Es sei mittlerweile praktisch sicher, dass die Überreste aller Vermissten gefunden worden seien.

Über 1800 Häuser wurden zerstört; mehr als 7500 Menschen wurden obdachlos. Die Brände hatten sich vor mehr als einer Woche durch die anhaltende Hitzewelle und starke Winde rasend schnell ausgebreitet. Nördlich von Melbourne kämpfen nach wie vor Feuerwehr und Freiwillige gegen die Flammen.

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