Australien: 60 Kilometer Küste mit Öl verseucht

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Das Ausmaß der Umweltschäden nach dem Containerschiff-Unfall vor der australischen Ostküste ist weit größer als zunächst angenommen. Das ausgelaufene Schweröl verschmutzt die Strände von Queensland auf einer Länge von 60 Kilometern, berichteten die Umweltschutzbehörden am Freitag.

Überall waren freiwillige Helfer im Einsatz, um Schildkrötennester zu retten und verschmutzte Vögel zu säubern. Die Regierungschefin von Queensland sprach von dem möglicherweise schlimmsten Umweltdesaster, das die Region je gesehen habe. Das Containerschiff war am Mittwoch vor Brisbane verunglückt. Dutzende Tonnen Schweröl liefen aus.

Die 180 Meter lange „Pacific Adventurer“ aus Hongkong hatte in schwerer See 31 mit Chemikalien gefüllte Container verloren. Einer davon beschädigte bei dem Sturz den Tank mit dem Schweröl, das als Kraftstoff für den Dieselmotor dient. Der Kapitän hatte den Verlust zunächst mit 30 Tonnen angegeben. „Wir wissen, dass das Schiff 100 Tonnen lagern konnte, das heißt, die ausgelaufene Menge kann irgendwo zwischen 30 und 100 Tonnen liegen, aber sicherlich deutlich höher als 30“, sagte die Regierungschefin von Queensland, Anna Bligh.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen