Atom-Lobby lehnt Beteiligung an Asse-Sanierung ab

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Deutsche Presse-Agentur

Die deutsche Atomlobby lehnt eine Beteiligung an der Sanierung des maroden Atommülllagers Asse in Niedersachsen ab. Nur 20 Prozent des dort gelagerten Mülls stammten von den Stromversorgern, sagte der Geschäftsführer des Atomforums, Dieter Marx, der „Frankfurter Rundschau“.

Dieser Anteil sei längst in Staatshand übergegangen. „Das ist alles abgegolten“, betonte Marx. Bisher habe das Bundesumweltministerium akzeptiert, dass der Bund keine Ansprüche an die Branche habe. Jetzt mit einer Brennstoffsteuer zu drohen, sei „nicht sehr fein“.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte eine finanzielle Beteiligung der Atomindustrie an der Sanierung des maroden Atommülllagers Asse gefordert. Wenn die Stromunternehmen sich nicht freiwillig beteiligten, solle eine Brennstoffsteuer auch für Uran eingeführt werden, hatte Gabriel am Freitag angedroht. In dem alten Salzbergwerk sind rund 126 000 Fässer Atommüll eingelagert worden, vorgeblich zu Forschungszwecken. „Hier ist versucht worden, billig zu entsorgen - und der Staat hat mitgemacht“, kritisierte Gabriel.

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