Armee fängt „Leichen-Zersetzer“ in Mexiko

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Deutsche Presse-Agentur

Einheiten der mexikanischen Armee haben einen Mann gefangen genommen, der im vergangenen Jahr mindestens 300 Leichen von Rauschgiftkriminellen in Säure aufgelöst haben soll.

Das Verteidigungsministerium teilte in Mexiko-Stadt mit, der Mann habe die Toten im Auftrag des Drogenbosses Teodoro García Simental verschwinden lassen. Die Festnahme des 45- jährigen Santiago Meza López und von zwei weiteren Verdächtigen sei in der Nähe von Tijuana im Norden des Landes erfolgt.

Meza López, mit dem Beinamen „Posolero del Teo“ („Teos Suppenkoch“), habe gestanden, die Leichen beseitigt zu haben, die „das Produkt des Drogenkrieges, Feinde und Schuldner von García Simental gewesen sind“. García Simental, der auch „El Teo“ genannt wird, ist nach Zeitungsberichten eines der meistgesuchten Mitglieder des Drogenkartells von Sinaloa. Bis Anfang des Jahres 2008 habe er dem Kartell von Tijuana angehört, sich jedoch der Konkurrenz angeschlossen und fortan sein früheres Kartell bekämpft.

Im vergangenen Jahr wurden im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg in Mexiko mehr als 5600 Morde registriert. Die meisten wurden nicht aufgeklärt. Allein am Freitag zählte die Polizei 22 Morde.

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