Armee drängt Tamilen-Rebellen weiter zurück

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Sri Lankas Regierungstruppen haben bei ihrer Offensive im Nordosten des Landes die tamilischen Rebellen nach eigenen Angaben weiter zurückgedrängt.

Wie ein Armeesprecher in Colombo mitteilte, eroberten Soldaten nach heftigen Gefechten die Stadt Pudukudirippu und damit die letzte größere Siedlung im Rebellengebiet. Die Rebellen der LTTE hätten schwere Verluste erlitten, hieß es. Weitere Angaben machte der Sprecher nicht. Mit der Einnahme von Pudukudirippu sind die Rebellen, die einst weite Teile Sri Lankas kontrollierten, auf einem nur noch 80 Quadratkilometer großen Landstrich eingekesselt.

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Keheliya Rambukwella, bezeichnete unterdessen einen am Vortag veröffentlichten offenen Brief der LTTE an die internationale Gemeinschaft als „Witz“. Die Rebellen hatten darin erklärt, sie seien zu Diskussion und Zusammenarbeit bereit, um einen „sofortigen Waffenstillstand und eine politische Lösung des Konflikts herbeizuführen“. Mit diesem „Trick“ versuche die LTTE der bevorstehenden militärischen Niederlage zu entgehen, sagte Rambukwela. Solange der „Terrorismus“ nicht besiegt sei, werde es keine Waffenruhe geben.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen