Amokläufer tötet in US-Altersheim acht Menschen

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Deutsche Presse-Agentur

Sechs der Opfer starben auf der Stelle, zwei weitere später im Krankenhaus. Vier Menschen wurden verletzt, darunter ein Polizist, der nach Medienberichten nach einem Notruf als erster am Ort des Verbrechens erschienen war. Er wurde am Bein getroffen, konnte aber inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen werden. Auch der Täter wurde nach Behördenangaben bei einem Schusswechsel mit der Polizei verletzt. Über seinen Zustand herrschte zunächst noch Unklarheit. Nach Angaben der zuständigen Staatsanwaltschaft kommt auf ihn eine Anklage wegen achtfachen Mordes und schweren tätlichen Angriffs auf einen Polizeibeamten zu.

Über die Motive des Schützen, den die Polizei als Robert Stewart identifizierte, wurde in der Nacht zum Montag weiter gerätselt. Den Behördenangaben zufolge war er nicht in dem Pflegeheim angestellt, auch hatte er anscheinend dort keinen Familienangehörigen in Pflege. Er sei am Sonntagvormittag gegen 10.00 Uhr (Ortszeit) mit mehreren Waffen ausgerüstet ins Gebäude gestürmt und habe das Feuer eröffnet, schilderten Augenzeugen. Demnach schoss er einfach „auf alles“.

Bewohner der 1800-Seelengemeinde Carthage zeigten sich erschüttert. Der Ort liegt nach Medienberichten in einem beschaulichen Gebiet, das besonders viele Senioren anzieht. Die Nachricht vom Massaker verbreitete sich nach Schilderungen von Einwohnern wie ein Lauffeuer. Viele Menschen versammelten sich in einer Kirche und warteten auf Nachrichten über das Schicksal der Heimbewohner. Die überlebenden und unverletzten Senioren wurden in eine andere Unterkunft verlegt. Das Heim bietet Platz für 110 Patienten, darunter auch Alzheimer-Kranke.

Der Amoklauf ist der jüngste in einer Serie von Bluttaten in diesem Monat. Am 10. März hatte ein Mann an einer Tankstelle im US-Staat Alabama zehn Menschen ermordet, bevor er dann selbst von der Polizei erschossen wurde. Am Tag danach tötete ein 17-Jähriger in Winnenden und Wendlingen in Baden-Württemberg 15 Menschen und sich selbst.

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