Amira Mohamed Ali will Sahra Wagenknecht beerben

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 Amira Mohamed Ali strebt an die Spitze der Linksfraktion im Bundestag.
Amira Mohamed Ali strebt an die Spitze der Linksfraktion im Bundestag. (Foto: dpa)
Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse
Schwäbische Zeitung

Sie sitzt seit 2017 für die Linke im Bundestag – nun will Amira Mohamed Ali ihre Parteifreundin Sahra Wagenknecht an der Spitze der Bundestagsfraktion beerben.

Die 39-jährige Rechtsanwältin aus Oldenburg ist die zweite Bewerberin für dieses Amt. Zuvor hatte bereits die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Caren Lay ihre Kandidatur erklärt. Die Nachfolgerin Wagenknechts soll am 12. November gekürt werden. Die Wiederwahl des Co-Vorsitzenden Dietmar Bartsch gilt als sicher, nach parteiinternen Regeln muss mindestens einer der beiden Fraktionsvorsitzenden-Posten an eine Frau gehen.

Ali wird dem linken Flügel der Partei zugerechnet. In einem Brief an die Fraktionsmitglieder schreibt Ali, in „Zeiten des unsäglichen Rechtsrucks, des wachsenden Antisemitismus und Rassismus“ sei es ihr sehr wichtig, „dass wir deutlich machen, auf welcher Seite wir stehen“. Sie sei der Meinung, „dass Menschen, die wie ich diese Erfahrungen persönlich machen und die Fähigkeiten dazu mitbringen, politische Führungsverantwortung zu übernehmen, dies auch tun sollten“.

Die Fraktion könne viel mehr erreichen, „wenn wir mehr und konsequenter miteinander arbeiten statt uns gegenseitig zu hemmen“, schreibt Ali weiter. Diese Zusammenarbeit zu fördern sehe ich als zentrale Aufgabe für den Fraktionsvorsitz.“ Die Linksfraktion war zuletzt zerstritten – die scheidende Vorsitzende Wagenknecht galt dabei nicht gerade als Kraft des Ausgleichs.

Die in Hamburg geborene Ali, Tochter eines Ägypters und einer Deutschen, ist bislang Sprecherin der Fraktion für Verbraucher- und Tierschutz. In diesen Funktionen setzt sie sich unter anderem für ein Ende von Tierversuchen, gegen die Verschwendung von Lebensmitteln und für mehr Verbraucherrechte in der digitalen Wirtschaft ein.

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