Alte und neue Gefahren bei der Suchtprävention

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Mehr Prävention nötig
Mehr Prävention nötig (Foto: Roland Rasemann)

Eigentlich wird am Arbeitsplatz fast überall weniger Alkohol konsumiert als vor 30 Jahren. Zumindest öffentlich. Denn die Gefahren haben sich herumgesprochen, nur selten werden Kollegen noch kräftig zum Trinken animiert.

Aber allzu oft wird noch schamhaft überspielt, wenn das Gegenüber schwankt oder nach Alkohol riecht. Die frühzeitige Intervention findet in vielen Betrieben nicht statt. Allzu häufig eskaliert die Lage stattdessen – und führt am Ende zur Kündigung. Mehr Prävention ist dringend nötig. Denn dass Suchtverhalten besonders bei denen auftritt, die unter starkem Termin- und Leistungsdruck leiden, viele Überstunden leisten, keine Anerkennung haben oder wie im Handel oft Konflikte mit Kunden austragen müssen, ist nicht neu.

Die Gefahren von Computerspielsucht sind neu, haben aber ähnliche Auswirkungen. Perspektivlosigkeit, verminderter Antrieb, Verlust des sozialen Umfelds drohen den Süchtigen. Ein Feld, auf dem in Zukunft mehr Probleme erwartet werden.

Schon bei 6,5 Prozent der Erwerbstätigen gibt es erste Anzeichen einer riskanten Nutzung ihrer Computer. Auch hier sollten Arbeitgeber ihre Fürsorgepflicht stärker wahrnehmen.

s.lennartz@schwaebische.de

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