Abtreibungen auf dem niedrigsten Stand seit 1996

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Deutsche Presse-Agentur

Im vergangenen Jahr zählte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden rund 114 500 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland. Das waren zwei Prozent oder 2400 weniger als 2007, wie die Behörde berichtete. Seit 2004 ist die Zahl kontinuierlich gesunken. Ihren Höchststand hatte sie 2001 mit 134 964 Abtreibungen.

Jede 20. Frau, die eine Schwangerschaft beenden ließ, war jünger als 18 Jahre. Die Zahl der Abbrüche in dieser Altersgruppe ging im Vergleich zu 2007 um 800 auf rund 5300 zurück. Knapp drei Viertel (73 Prozent) der Frauen waren zwischen 18 und 34 Jahren alt, 15 Prozent zwischen 35 und 39 Jahren. Fast acht Prozent waren 40 Jahre und älter. Für 41 Prozent der Frauen wäre es das erste Kind gewesen.

Über 97 Prozent der gemeldeten Abbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen, nach der eine Frau bis zur 12. Woche nach einem Beratungsgespräch entscheiden kann, ob sie das Kind bekommen will oder nicht. Medizinische und kriminologische Indikationen - etwa nach einer Vergewaltigung - waren in weniger als drei Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch. Die Regelung, dass Abtreibungen in diesen Fällen straffrei sind, war am 1. Oktober 1995 in Kraft getreten.

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