45 Tote bei Anschlag auf Moschee in Pakistan

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Deutsche Presse-Agentur

Ein Selbstmordattentäter hat sich beim Freitagsgebet in einer voll besetzten Moschee in Pakistan in die Luft gesprengt und dabei mindestens 45 Menschen mit in den Tod gerissen. Nach Angaben eines Behördensprechers wurden bis zu 80 Menschen verletzt.

Der Anschlag ereignete sich in der unruhigen Khyber-Stammesregion an der Grenze zu Afghanistan. Der Sprecher sagte, er rechne möglicherweise mit bis zu 80 Todesopfern.

In dem Gotteshaus in der Ortschaft Bagiari hatten sich rund 300 Gläubige zur Andacht versammelt. Die Rettungskräfte hätten bislang 45 Leichen aus den Trümmern des zweistöckigen Gebäudes geborgen. Die Suche nach weiteren Verschütteten gehe weiter. „Der Attentäter kam zu Fuß, er sprengte sich während des Gebets in die Luft“, sagte der örtliche Chef der Gemeindeverwaltung, Tariq Hayat Khan.

Die pakistanischen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan gelten als Hochburg der Extremisten und Rückzugsraum für im Nachbarland aktive Taliban-Kämpfer und El-Kaida-Terroristen. In dem Khyber-Stammesgebiet werden immer wieder Angriffe auf Nachschublieferungen für die ausländischen Soldaten in Afghanistan verübt. Die Route über den Khyber-Pass ist die wichtigste Nachschubverbindung für die Internationale Schutztruppe ISAF.

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