1,5 Milliarden Euro Schäden für Bauern und Waldbesitzer

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 Der Dürre-Sommer hat in den deutschen Wäldern Spuren hinterlassen. Vor allem Aufforstungen haben gelitten.
Der Dürre-Sommer hat in den deutschen Wäldern Spuren hinterlassen. Vor allem Aufforstungen haben gelitten. (Foto: dpa)
Petra Sorge

Seit Jahresbeginn belaufen sich die witterungsbedingten Schäden von Bauern und Waldbesitzern auf mehr als 1,5 Milliarden Euro. Das geht aus einer Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor, die der „Schwäbischen Zeitung“ vorliegt. Maßgeblich war die extreme Trockenheit in diesem Sommer, die „als außergewöhnliches Witterungsereignis nationalen Ausmaßes eingestuft“ wurde, so das Ministerium. Allein in den Wäldern sind „durch vertrocknete Aufforstungen und Kulturen“ Schäden in Höhe von 758 Millionen Euro entstanden, schätzt das Braunschweiger Thünen-Institut, das dem Ministerium unterstellt ist. Waldbrände sind dabei nicht berücksichtigt, und auch Daten zum Insektenfraß seien nicht mit Sicherheit zu beziffern. In der Landwirtschaft betrage der bundesweite Schaden allein in existenzgefährdeten Betrieben nach Schätzungen der Länder rund 770 Millionen Euro. „Der Gesamtschaden in allen Betrieben liegt deutlich höher“, so das Bundeslandwirtschaftsministerium. Berücksichtigt sind Ausfälle durch Sturm, Schädlingsbefall, Dürre und Waldbrand seit Jahresbeginn. Für die Landwirte hat der Bund zusätzliche Hilfen bis zu 170 Millionen Euro zugesagt.

Der FDP-Abgeordnete Karlheinz Busen forderte nun auch Unterstützung für die Waldbesitzer. Es reiche nicht, „dass der Bund auf Billigkeitsmaßnahmen der Länder hofft“, sagte Busen. „Wir brauchen konkrete Maßnahmen. Ein erster Schritt wäre, wenn der Bund die geplanten steuerrechtlichen Verschärfungen für Waldbesitzer vom Tisch nimmt und Risikoausgleichsrücklagen attraktiver macht.“

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