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Fordert einen Narrenbrunnen: Oberkaujohle Hardy Frick. (Foto: cg)
Schwäbische Zeitung

Markdorf - Gleich zu Beginn des zweiten Teil des Dreckkübelgeschwätzes beim Schlussball der Historischen Narrenzunft Markdorf am Dienstagabend in der Stadthalle, hat es von Dreckkübel-Dompteur...

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Markdorf - Gleich zu Beginn des zweiten Teil des Dreckkübelgeschwätzes beim Schlussball der Historischen Narrenzunft Markdorf am Dienstagabend in der Stadthalle, hat es von Dreckkübel-Dompteur Dietmar Bitzenhofer eine Schelte für den Vermessungstrupp gegeben. Die Herzen der Zuhörer eroberte kurz vor Schluss Ex-Bauhof-Leiter Karl Wegis im Sturm. Er schoss eine wahre Maschinengewehr-Ladung an flotten Sprüchen und Witzen von der Bühne ab.Kein Verständnis zeigte Bitenhofer dafür, dass die Vermesser, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert haben, nicht in die Bütt gehen wollten. „Es ist bescheiden, den Dreckkübel zu meiden“, reimte Bitzenhofer. Vor allem, weil er wie andere auch beim Hupenball der Vermesser die Nacht zum Tag gemacht hätten: „Das muss man Willens sein, auch etwas zurückzugeben“, forderte Bitzenhofer.Dafür stieg Oberkaujohle Hardy Frick in den Dreckkübel. Die Kaujohle feierten in dieser Fasnet ihr 60-jähriges Bestehen. Er untermauerte einmal mehr den Wunsch, dass in Markdorf ein Narrenbrunnen entstehen soll. Diese Vorlage nahm Bürgermeister Georg Riedmann auf. Sollte es aus der Zunft den einheitlichen Wunsch für einen Narrenbrunnen geben, dann würde er das aufnehmen und in den Gemeinderat einbringen. Ein Narrenbrunnen sei etwa bei der Überplanung des Rathausareals denkbar: „Ich bleibe solange untätig, bis die Narren bei mir im Rathaus stehen“, sagte Riedmann am Mittwoch auf Nachfrage der SZ.In der Narrenfigur, die in den vergangenen Wochen auf dem Brunnen am Rathaus gestanden habe, habe jedenfalls sein Kumpel drin gestanden: „Ich habe ihm jede Nacht pürierte Speisen gebracht. Die Schraube durch den Fuß war nicht so nett. Er hätte aber sonst nicht gehalten am Brett“, sagte Frick. Kurzfristig habe er seine Teilnahme zugesagt, berichtete Klaus Schön, ansonsten wäre er wohl als Arzt wegen unterlassener Hilfeleistung vor dem Narrengericht gelandet. Sein Berufsstand würden anders als die NSA vor dem Abhören fragen: „Wir haben schon abgehört, da hat die NSA noch Rauchzeichen gegeben.“ Der Nachrichtendienst hatte bei Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Wanzen wieder abgebaut und gefunkt: „We don’t understand him“ (Wir verstehen ihn nicht). Der Papst habe an Rosenmontag 2013 seinen Rücktritt verkündet, nachdem er die Büttenrede von Pfarrer Ulrich Hund gelesen habe. Dem Bürgermeister riet er, auch mal das Schwarze Schaf zu sein: „Es gibt genug Fettnäpfchen.“ Dagmar Schön zog gleich nach ihrem Mann in den Dreckkübel ein, obgleich sie schon gesagt habe, dort nicht mehr stehen zu wollen. Sie habe sich aber mit der NSA zusammen getan, um an jede Info über die Büttenrede ihres Mannes zu kommen.Und dann nahm langsam Karl Wegis Fahrt auf. Zunächst nahm er die Markdorfer Presse ins Visier und mutmaßte, dass die beiden hiesigen Organe voneinander abschreiben würden – an diesem Abend würden sie ja auch am gleichen Tisch sitzen. Trotz der umgebauten Muldenbachstraße sei diese für die „lebenden Radfahrer und lebenden Fußgänger saugefährlich“. Er wolle sich als Schrankenwärte bewerben, da die Freien Wähler im Gemeinderat eine Schrankenlösung favorisiert hätten.Wegis machte Riedmanns Plan öffentlich, am Aschermittwoch mit dem Abriss des Rathauses zu beginnen. Daher habe er sich alternative Büros überlegt: „Der schielende Hauptamtsleiter“ soll ins St. Franziskus-Wohnheim, das Einwohnermeldeamt ins Pfarrheim – und die Finanzverwaltung in den Bahnhof: „Dann macht der Habnitt vielleicht Geld locker für ein öffentliches WC.“ Das Bürgermeisteramt mit Riedmann und seiner Chefsekretärin Beate Geng sollte in den Hexenturm: „Die Beate Geng fühlt sich das schon wohl in diesem Gebäude“. Spätestens da hatte Wegis die volle Stadthalle für sich erobert.

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