Zwickau feiert Clara Schumann

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Clara Schumann
Die deutsche Pianistin Clara Schumann in einer zeitgenössischen Darstellung. (Foto: dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Zwickau feiert 2019 ein ganzes Jahr lang Schumann. Dieses Mal steht jedoch nicht Robert, sondern Clara im Mittelpunkt. Mit viel Musik, vor allem auch von Künstlerinnen, begeht die westsächsische Stadt den 200. Geburtstag der am 13. September 1819 in Leipzig geborenen Pianistin.

„Wir werden im Laufe des Jahres ihr gesamtes kompositorisches Werk zum Hören bringen“, sagte Thomas Synofzik der Deutschen Presse-Agentur. „Clara Schumann war nicht nur eine große Pianistin. Sie kann wirklich gleichberechtigt neben anderen romantischen Komponisten stehen“, ist der Leiter des Zwickauer Robert-Schumann-Hauses überzeugt.

Die Geburtsstadt von Robert Schumann erwarb vor knapp 100 Jahren den Nachlass des Künstlerpaares und verfügt damit über die weltweit größte Schumann-Sammlung. „Zudem hatte Clara unzweifelhaft eine enge Verbindung zu Zwickau. Sie gab hier viele Konzerte, auch wenn sie nie in Zwickau gelebt hat“, so Synofzik weiter. Grund genug für die wichtigste Anlaufstelle in Sachen Schumann-Forschung, der lange „nur“ als Ehefrau von Robert geltenden Musikerin ein ganzes Jahr zu widmen.

Rund 50 Veranstaltungen stehen das ganze Jahr lang auf dem Programm. Allen voran zahlreiche Konzerte über das gesamte Schaffensspektrum vom Orchesterkonzert, über Kammermusik bis hin zu Liedzyklen. Außerdem sollen Konzerte nachgespielt werden, wie sie die gebürtige Clara Wieck auf ihren zahlreichen Tourneen selbst plante und vortrug. Eine der renommiertesten zeitgenössischen Komponistinnen, Charlotte Seither, wurde außerdem mit einer Komposition beauftragt, deren Uraufführung das Schumann-Fest im Juni eröffnen wird.

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Robert-Schumann-Haus Zwickau

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