Zehn neue Froscharten in Kolumbien entdeckt

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Deutsche Presse-Agentur

Zehn bisher unbekannte Froscharten haben Wissenschaftler auf einer Expedition im Norden Kolumbiens entdeckt. Bei den Amphibien handele es sich unter anderem um drei Glasfrösche, deren Haut durchsichtig ist, und drei bunt gefärbte Pfeilgiftfrösche.

Das berichteten nationale Medien am Mittwoch unter Berufung auf Umweltminister Juan Lozano. Zudem wurden zwei Stummelfuß- und zwei Regenfroscharten entdeckt.

Die Funde im Gebiet der von Regenwald bedeckten Takarkuna-Hügel im Norden des Landes an der Grenze zu Panama würden die Einrichtung einer neuen Schutzzone rechtfertigen, sagte der Minister. Neben den Neuentdeckungen konnten die Wissenschaftler außerdem zum ersten Mal einige weitere zentralamerikanische Tierarten in der Grenzregion nachweisen - darunter einen Salamander (Bolitoglossa taylori), einen weiteren Regenfrosch (Pristimantis pirrensis) und eine Eidechse (Ptychoglossus myersi). In Kolumbien gibt es weltweit die meisten Amphibienarten, nach Brasilien ist es das Land mit der zweitgrößten Biodiversität.

„Ohne Zweifel stellen dies Funde einen großen Fortschritt für die Wissenschaft dar“, betonte Lozano. Die nun entdeckten Arten sollten auch Wissenschaftlern unter anderem für die Arzneimittel-Forschung zugänglich gemacht werden.

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