Yoko Ono erinnert sich an „Bed-In“ mit John Lennon

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Deutsche Presse-Agentur

Für John Lennons Witwe Yoko Ono war das legendäre „Bed-In for Peace“ vor 40 Jahren weniger eine politische Aktion, sondern „vor allem eine romantische Periode“.

Als sich die beiden am 25. März 1969 in einem Amsterdamer Hotel für eine Woche vor laufenden Kameras ins Bett legten, seien sie schließlich ganz frisch verheiratet gewesen, sagte die 76-jährige Ono der Zeitung „de Volkskrant“. „Das war unsere Hochzeitsreise.“

An die Aktion gegen den Vietnamkrieg, bei der sich der Beatle und die japanische Konzeptkünstlerin sieben Tage lang in der Präsidenten-Suite des Amsterdam Hilton im Pyjama der Weltpresse präsentierten, wird von diesem Freitag an mit mehreren Veranstaltungen erinnert. Dazu gehört die Ausstellung „Imagine - The Art of John Lennon“ mit 190 Skizzen und Zeichnungen des Beatles-Mitgründers, der am 8. Dezember 1980 in New York von einem geistig verwirrten Fan erschossen wurde.

„Vermutlich waren wir naiv“, sagte Ono der Zeitung. „Wir leben immer noch in gewalttätigen Zeiten. Ich bin mir aber sicher, dass 99 Prozent der Menschheit inzwischen überzeugt ist, dass Krieg keine Lösung ist.“ Hingegen glaubt der Hotel-Direktor und Mitorganisator der Gedenkveranstaltungen, Roberto Payer, dass „die Friedensbotschaft von John und Yoko heute so aktuell ist wie damals“. Das Hotel stellt die Suite, in der sich die Stars während ihrer „politischen Flitterwoche“ im Pyjama präsentierten, nun eine Woche lang als Begegnungsstätte für Friedensaktivisten und Beatles-Fans aus aller Welt zur Verfügung.

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