Wunderwelt Schweiz

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Wunderwelt Schweiz
Schneebedeckt sind der Piz Cengalo (l) und der Piz Badile. (Foto: Giancarlo Cattaneo/KEYSTONE / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Klaus Braeuer

Sie ist eine kleines Land, die Menschen dort sprechen vier Sprachen, und sie ist eine stabile föderale Republik mit 26 Kantonen im Herzen von Europa.

In der Dokumentation „Wunderwelt Schweiz“ geht es in vier Folgen um vier verschiedene Landschaften: Jura, Graubünden, Tessin und die Fluss- und Seenwelt der Schweiz. Am Montag (2. Juli) und eine Woche darauf zeigt 3sat jeweils ab 20.15 Uhr eine Doppelfolge.

Der Kanton Jura liegt in der Romandie, dem französischsprachigen Landesteil der Schweiz, und erstreckt sich vom Nordosten bis an den Genfer See. Der Jura ist dünn besiedelt und bietet Besuchern viel Ruhe und Möglichkeiten, die Natur der Region zu erkunden. Das Wiesenschaumkraut und die Damassine-Pflaume, aus der Schnaps gemacht wird, sowie viele Vogelarten sind hier heimisch, ebenso der Luchs und das Hermelin, das früher als Haustier gehalten wurde. Auf dem Hochplateau des Bezirks Franches-Montagnes leben die Freiberger, eine Ur-Schweizer Pferderasse, die seit mehr als 200 Jahren in der Schweiz gezüchtet wird.

Der Kanton Graubünden, an der Grenze zu Österreich und Liechtenstein, mit dem Hauptort Chur, liegt vollständig im Gebiet der Alpen. Hier sprechen die knapp 200.000 Einwohner gleich drei Sprachen: Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch. Im Tessin ganz im Süden der Schweiz - die Folge läuft am 9. Juli - leben rund 350.000 Einwohner. Zu den bekanntesten Städten gehören Bellinzona, Locarno und Lugano. Dort regnet es mehr als anderswo, doch die Sonne scheint mindestens ebenso oft, und ganz im Süden blühen Kamelien und Magnolien, hier leben Murmeltiere und Smaragdeidechsen. Während sich am Lago Maggiore und am Luganer See die Touristen vergnügen, gibt es anderswo Bergdörfer mit vielen leerstehenden Häusern.

Im vierten Teil (am 9. Juli) geht es um richtig hohe Berge wie Eiger, Mönch und Jungfrau, aber auch um die unterirdischen Trümmelbachfälle und das liebliche Lauterbrunnental mit seinen 72 Wasserkaskaden. Mehrere Filmteams waren zu Lande, unter dem Eis und in der Luft unterwegs und setzten dabei auch ein Cineflex-System ein, mit dem erstaunlich ruhige Aufnahmen vom Helikopter aus gedreht werden können. Sie fanden genau jene Orte wieder, an denen der Schweizer Maler Caspar Wolf im 18. Jahrhundert die grandiosen Gletscher in wuchtigen Ölgemälden abbildete. Der Vergleich der damaligen Pracht mit der heutigen Situation erzählt ohne Worte vom Klimawandel.

Der Schweizer Schauspieler („Männerherzen“) und Moderator („titel thesen temperamente“) Max Moor (60) spricht den Text der vier Sendungen, die von den beiden Autoren Mi-Yong Brehm und Ulf Marquardt gedreht worden sind. Die Menschen, die hier leben, interessierten sie dabei weniger als die Natur - und davon zeigen sie wahrlich atemberaubende Bilder.

Die Schweiz ist sicher ein kleines Land, etwa 8,5 Millionen Menschen leben hier auf gut 41.000 Quadratkilometern. Doch sie bietet sehr vielfältige Naturlandschaften mit hohen Bergen, tiefen Mooren, wilden Wasserfällen und ruhigen Seen - und das zeigt die Dokureihe sehr eindrucksvoll.

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