WM-Aus für Mexikos Reyes: „Schmerzt in der Seele“

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Diego Reyes
Diego Reyes (l) bei einer Trainigseinheit der mexikanischen Nationalmannschaft. (Foto: Petter Arvidson/Bildbyran via ZUMA Press / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Thomas Eßer und Carmen Peña und Amelie Richter

Die schlechte Nachricht kam nur wenige Stunden nach dem umjubelten Trainingsauftritt: Deutschlands Auftaktgegner Mexiko muss bei der WM in Russland auf Abwehrspieler Diego Reyes verzichten.

Reyes habe sich nicht völlig von einer vorherigen Muskelverletzung erholen können, teilte der mexikanische Fußballverband mit. „Wir bedauern den Ausfall von Diego Reyes sehr, er war ein wichtiger Spieler für die Gruppe“, sagte Torwart Jesus Corona in Moskau. Der 25-jährige Reyes werde durch Erick Gutiérrez vom mexikanischen Club CF Pachuca ersetzt, hieß es in einer kurzen Stellungnahme des Verbands.

Die Entscheidung, nicht an der Weltmeisterschaft in Russland teilzunehmen, „schmerze in der Seele“, teilte Reyes auf Twitter mit. „Aber ich glaube, dass meine Entscheidung für die Kollegen das Beste ist, weil ich nicht sicher bin, ob ich in so kurzer Zeit meine Topform erreiche.“ Der Defensivspezialist vom FC Porto, der auch im Mittelfeld spielen kann, hatte am Dienstag noch mit seiner Mannschaft vor rund 500 begeisterten Fans in Moskau trainiert. Er habe seit seiner Verletzung daran gearbeitet, vollständig für seine zweite WM-Teilnahme fit zu sein, so Reyes. Er habe letztendlich aber gemeinsam mit dem Trainer-Team entschieden, die WM nicht zu spielen.

Nach Néstor Araujo, der bereits länger ausfällt und daher von Beginn an nicht zum Russland-Kader seines Teams gehörte, ist Reyes der zweite Verteidiger, der Mexikos Trainer Juan Carlos Osorio bei der Weltmeisterschaft fehlt. „Die Ausfälle von Néstor und Diego sind spürbar“, sagte Abwehrkollege Hugo Ayala. Er betonte jedoch auch: „Wir sind vorbereitet und haben die höchste Bereitschaft, das Beste für die Auswahl zu geben.“

Reyes sei sich sicher, dass seine Mannschaftskollegen mit ihrem Talent Geschichte schreiben würden. „Ich glaube an euch“, schrieb er in seiner Mitteilung.

Vor dem Training der Mexikaner nahm Ersatzkeeper Corona seinen zuletzt immer wieder kritisierten Coach Osorio in Schutz. „Wir haben volles Vertrauen in Professor Osorio“, sagte der 25-Jährige. Das mexikanische Fußball-Idol Hugo Sánchez hatte in einem Interview der „Sport Bild“ gesagt: „Der Trainer ist Kolumbianer, und seine Art, die Mannschaft aufzustellen, gefällt uns Mexikanern nicht. Er rotiert sehr viel, es ist schwer, daraus eine Spielweise zu erkennen. Das reicht nicht für eine WM. Die Leute sind damit unzufrieden.“

Corona erklärte: „Von den Spielern hat er (Osorio) alle Rückendeckung. Das müssen wir in jeder einzelnen der Begegnungen zeigen.“ Deutschland trifft im ersten Spiel in Moskau auf Mexiko.

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