Wikileaks unter Kinderpornografie-Verdacht

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Deutsche Presse-Agentur

Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen den Betreiber der deutschen Internetseite Wikileaks wegen Verdachts auf Kinderpornografie.

Oberstaatsanwalt Christian Avenarius bestätigte am Samstag auf Anfrage einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“, wonach es in der vergangenen Woche Wohnungsdurchsuchungen in Dresden und Jena bei dem Domain-Inhaber gegeben habe. Es bestehe zumindest der Verdacht, dass über die Seite des Betreibers der Zugang zu kinderpornografischen Inhalten ermöglicht werde.

Eine Festplatte und ein Laptop seien beschlagnahmt worden. Die Festplatte habe der Inhaber inzwischen wieder zurück erhalten. Das gelte auch für den Laptop, wenn er als Beweismittel nicht tauge, sagte Avenarius.

Wikileaks - Hauptsitz ist Schweden - will laut „Spiegel“ interne Papiere von Regierungen und Geheimdiensten anonym ins Netz stellen. Mit der Veröffentlichung von Internet-Sperrlisten der australischen und thailändischen Regierung habe Wikileaks zeigen wollen, dass nicht nur kriminelle Inhalte von Sperrungen betroffen sind, sondern auch normale Seiten. Nach dem „Spiegel“-Bericht wurde der Domain-Inhaber mittlerweile aufgefordert, die Homepage zu sperren.

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