Widerstand in der ARD gegen Pocher wächst

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Deutsche Presse-Agentur

Der Widerstand gegen Moderator und Komiker Oliver Pocher in der ARD wächst. „Die überwiegende Mehrheit von uns, bestimmt 80 bis 90 Prozent, ist der Meinung, dass Herr Pocher der ARD nicht gut tut“, sagte der Vorsitzende des SWR-Landesrundfunkrates, Volker Stich, der dpa.

Es gebe zunehmend Stimmen, die davor warnten, Pocher künftig in der ARD eine eigene Show zu geben. Bei der Sitzung des Fernsehausschusses des Südwestrundfunks (SWR) am Freitag hatte es deutliche Kritik am Auftritt des 30-Jährigen in Stauffenberg-Uniform in der Late-Night- Show „Schmidt & Pocher“ vom Vortag gegeben.

Bei der nächsten Rundfunkratssitzung am 27. März soll das Thema mit ARD-Programmchef Volker Herres erörtert werden, sagte Stich am Samstag und bestätigte damit einen Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“. Pochers Auftritt als Parodie auf Tom Cruise, der in dem Film „Operation Walküre“ den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg darstellt, wird von dem SWR-Gremium als misslungen bewertet.

ARD-Programmchef Herres hatte angekündigt, er wolle mit Pocher verhandeln, um ihn in der ARD zu halten. Vorangegangen war die Entscheidung, die Late-Night-Show von Harald Schmidt und Oliver Pocher im April dieses Jahres einzustellen. Der SWR-Landesrundfunkrat sei froh über das Ende der Reihe, betonte Stich. „Wir sind absolut unzufrieden mit dem Format.“

Das Gremium wolle sich nun um eine Korrektur der ARD-Pläne bemühen. Es sei nicht der Meinung, dass Pocher um jeden Preis gehalten werden müsse. „Wir müssen etwas anderes anbieten als nur verbale Entgleisungen. Diesen Weg sollten wir nicht gehen - das können wir den Privaten überlassen“, meinte Stich.

In der Vergangenheit hatte es mehrfach aus SWR-Kreisen deutlichen Unmut über Pochers Auftritte in der Late-Night-Show gegeben. Einmal ging es um das sogenannte Nazometer, bei dem Begriffe aus der Nazizeit getestet wurden. Ein anderes Mal sorgte ein Dialog von Pocher mit Rapperin Lady Ray Bitch für Aufsehen.

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