Weltrekordsumme für Yves Saint Laurent-Nachlass

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Deutsche Presse-Agentur

Mit mehr als 206,15 Millionen Euro hat die Versteigerung der Kunstsammlung des Modezars Yves Saint Laurent einen Weltrekord für eine Privatsammlung erzielt. Die vom britischen Auktionshaus Christie's in Paris organisierte Jahrhundertversteigerung hat damit alle Erwartungen übertroffen.

Denn bereits am Montag, dem ersten Auktionstag, wurde für Werke großer Impressionisten und Künstler der Modernen mehr als die Hälfte der Summe erzielt, auf die die gesamte Kollektion aus 730 Kunstwerken und Objekte geschätzt wurde. Den bisherigen Rekord für eine Privatsammlung erzielte die Kollektion Victor und Sally Ganz bei Christie's in New York, die 1997 laut „New York Times“ für 206 Millionen Dollar unter den Hammer gekommen war.

Die Auktion der einzigartigen Sammlung des im August 2008 verstorbenen Modeschöpfers und seines Lebensgefährten Pierre Bergé dauert bis Mittwoch. Unter den Werken, die im Pariser Grand Palais ihren Besitzer wechselten war das Stillleben „Gelbe Narzissen“ von Henri Matisse, das für 32 Millionen Euro versteigert wurde. Ursprünglich wurde das Gemälde auf 12 bis 18 Millionen Euro geschätzt. Keinen Käufer hingegen fand das kubistische Stillleben von Pablo Picasso „Musikinstrumente auf einem kleinen runden Tisch“, das auf 25 bis 30 Millionen Euro geschätzt wurde.

Zu den Millionen-Erlösen gehörte auch die seltene Holzfigur „Madame L.R.“ von Constantin Brancusi. Es war das erste kostspielige Werk, das die beiden Männer Anfang der 70er Jahre gemeinsam erworben hatten. Es wurde auf 15 und 20 Millionen Euro geschätzt und kam am Montagabend für mehr als 29 Millionen Euro unter den Hammer.

In China sorgte indes eine gerichtliche Entscheidung für Empörung, die eine Versteigerung zweier chinesischer Tierköpfe aus dem 18. Jahrhundert ermöglicht. Die chinesische Regierung forderte am Dienstag erneut die Rückgabe der beiden Bronzefiguren, die bei der Plünderung des Sommerpalastes 1860 in Peking durch französische und britische Truppen erbeutet worden waren. Die Auktion widerspreche dem Geist internationaler Konventionen und verletze das chinesische Volk.

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